Thailand Mountain Trail hat mehrere Jahre damit verbracht, die schönsten Bergwanderwege rund um Chiang Mai ausfindig zu machen. Zu Beginn unserer Recherchen im Jahr 2013 haben wir den gesamten Doi-Pui-Suthep-Nationalpark erkundet, der direkt vor den Toren der Stadt liegt. Wir waren sofort von der Schönheit und Wildheit dieser Gebiete begeistert, die zu dieser Zeit noch kaum bekannt waren.
Diese Tour findet im Nationalpark Doi Pui Suthep statt, der 15 Autominuten vom Stadtzentrum von Chiang Mai entfernt liegt. Die Strecke vor den Toren der Stadt wurde schon vor langer Zeit entdeckt und gehört zu unseren Favoriten. Sie bietet alles, was das Herz eines Trailrunners höher schlagen lässt: einen ordentlichen Höhenunterschied, einige tolle flache Abschnitte, eine abwechslungsreiche Landschaft, die vom Dschungel zum Kiefernwald wechselt, sowie einige lokale Besonderheiten wie Tempel und Dörfer der Bergvölker.
MERKMALE DER REISE
2'900
In den frühen Morgenstunden führt die Wanderung von Chiang Mai aus in Richtung Norden und steigt auf einem Pfad, der früher von Pilgern genutzt wurde, direkt in den Wald hinauf. Innerhalb weniger Minuten ändert sich die Atmosphäre völlig. Es ist kaum vorstellbar, dass wir gerade erst die Stadt verlassen haben und uns nun in einem wilden Tropenwald befinden. Wir folgen den orangefarbenen Bändern aus Mönchsgewändern, die den Weg bis zu den Tempeln markieren.
Ohne Übergang gelangen wir in felsiges Gelände, das bis zum fast märchenhaften Anblick des Wat Palaad andauert, das am Ufer eines Flusses liegt. Ein paar Kilometer weiter führt die Strecke am Wat Doi Suthep vorbei, einem der heiligsten Tempel Thailands. Hier legen wir eine kurze Pause ein, um uns von dem gerade bewältigten Höhenunterschied von 700 Metern zu erholen. Der Blick über das Tal von Chiang Mai ist panoramisch und beeindruckend.
Die Route führt die schwindelerregend steile Treppe vom Tempel Doi Suthep hinunter und taucht dann, ohne Pause, kopfüber in den ersten Abschnitt des Dschungels ein. Für viele ist das ein Schock. Wir müssen uns in diesen langen grünen Tunneln, deren Dichte allein schon beeindruckend ist, sehr schnell orientieren. Die welligen Pfade sind fast frei von Hindernissen, doch an vielen Stellen liegen umgestürzte Äste und Baumstämme, über die wir steigen müssen…
Als wir aus dem Dschungel herauskommen, führt der Weg wieder bergauf, hinauf zum Dorf Chang Khian, dem ersten Hmong-Dorf. Nach einer Pause, in der wir lokalen Arabica-Kaffee genießen, wird der Anstieg zunehmend anspruchsvoller und schließlich so steil, dass wir uns an manchen Stellen mit den Händen abstützen müssen. Als wir eine herrliche, von Kiefern gesäumte Bergkette erreichen, ragt in der Ferne der Doi Pui empor. Wenn wir ihn sehen können, bringen uns unsere Füße auch dorthin!
Nach dem Gipfel führen uns die letzten 5 Kilometer auf einem schönen Pfad wieder durch den Dschungel hinunter zum Ziel. Das ist vielleicht der angenehmste Teil der Tour. Nach einem langen und anstrengenden Aufstieg genießen wir eine gemütliche Abfahrt auf einem einfachen Pfad, umgeben von tropischen Bäumen, Bambus und Bananenstauden. Wir können die Beine entspannen und mühelos das Tempo steigern, bis wir einen wunderschönen Garten erreichen, der den Eingang zum letzten Hmong-Dorf markiert.
