Thailand Mountain Trail hat mehrere Jahre damit verbracht, die schönsten Bergwanderwege rund um Chiang Mai ausfindig zu machen. Zu Beginn unserer Recherchen im Jahr 2013 haben wir den gesamten Doi-Pui-Suthep-Nationalpark erkundet, der direkt vor den Toren der Stadt liegt. Wir waren sofort von der Schönheit und Wildheit dieser Gebiete begeistert, die zu dieser Zeit noch kaum bekannt waren.
Diese Tour beginnt direkt am wunderschönen Wat Doi Suthep-Tempel auf 1.000 m Höhe. Sie führt über einen alten Pfad, den die Hmong-Stämme angelegt haben, als sie Mitte des letzten Jahrhunderts auf der Flucht vor dem Krieg aus Laos in diese Gegend kamen. Sie ließen sich hoch in den Bergen nieder, um Mohn anzubauen, und nutzten diesen Weg, um auf dem Tempelmarkt Handel zu treiben. Der Weg wurde von TMT instand gesetzt und führt uns nun durch dichten Dschungel zu ihren Dörfern, die inmitten der Kiefernwälder am Fuße des Doi-Pui-Gipfels liegen.
MERKMALE DER REISE
2'400
Direkt hinter dem Tempel biegen wir auf einen versteckten Pfad ab und tauchen kopfüber in einen ersten Abschnitt des Dschungels ein. Für viele ist das ein Schock. Wir müssen uns in diesen langen grünen Tunneln, deren Dichte allein schon beeindruckend ist, sehr schnell orientieren. Die welligen Pfade sind fast frei von Hindernissen, doch an vielen Stellen sind sie mit umgestürzten Ästen und Baumstämmen übersät, über die wir steigen müssen.
Wir werden Wasser und Proviant mitnehmen, da wir fast 10 km durch tropische Wälder wandern werden, ohne ein Dorf zu durchqueren. Nach dem flachen und wilden Dschungel beginnt die Route anzusteigen. Es ist nicht steil, aber es geht stetig bergauf bis zum ersten Hmong-Dorf. Während wir hinaufwandern, lichtet sich der Wald und Kiefern lösen die Bananenbäume ab. Wenn wir in dem Dorf nahe dem Gipfel ankommen, hat sich die Atmosphäre und das Klima komplett verändert.
Die Hmong sind Meister der Landwirtschaft. Vor vielen Jahren haben sie mit Unterstützung des „Royal Project“ den Mohnanbau zugunsten von Ersatzkulturen aufgegeben. Dieses Dorf ist bekannt für den Anbau von köstlichem Arabica-Kaffee, den wir direkt beim Erzeuger probieren durften. Nach einer köstlichen Mittagspause und einer Tasse Kaffee setzen wir unsere Wanderung auf einem wunderschönen, offenen Bergrücken fort, der von Kiefern umgeben ist. Der Blick über die Felder und Täler ist atemberaubend und wild.
Auf dem letzten Abschnitt unserer Wanderung tauchen wir erneut in den Dschungel ein, und die Atmosphäre wird immer wilder. Zunächst erwartet uns eine wunderschöne Mischung aus Kiefernwäldern und Tropenwäldern, dann wieder der Dschungel. Wir genießen eine angenehme Strecke, die leicht bergab bis zum letzten Hmong-Dorf führt. In Ban Doi Pui angekommen, öffnet sich der Blick auf die nächsten Berge. Es ist Zeit, sich in diesem reizenden Dorf zu entspannen und eine Pause einzulegen, bevor wir mit dem Taxi nach Chiang Mai zurückfahren.

